Archiv für August, 2007

blogpapier 5

Veröffentlicht in Allgemeines am August 19, 2007 von kkscott

BestaetigungWir alle wollen doch nur das:Eine Bestaetigungdafuer dass unsere Gefuehle erwidert werden,dass unser Outfit angemessen ist, ankommt.Dafuer, dass wir eine gute Idee hatten,dass wir etwas richtiges gesagt oder getan haben.
Oder geht es da nur mir so?

Digitales Radio vom WDR

Veröffentlicht in Allgemeines am August 19, 2007 von kkscott

Es bewegt sich mal wieder was im deutschen digitalen Hoerfunk: Mit einem sogenannten \“schwach bebilderten Audiodienst\“ gehen der WDR in Koeln und der MDR in Leipzig in eine Testbetriebsphase. Im Groszraum Koeln ist als Senderstandort der \“Koelnturm\“ im Mediapark mit einer Antennenhoehe von 160 Metern vorgesehen
Quelle: http://www.heise.de

Das Leben und Leiden vor dem ersten Mal – TEIL 2

Veröffentlicht in Allgemeines am August 19, 2007 von kkscott

Wir fuhren also zu diesem Club, der, wie Partybruder Denton sagte, der absolute Bringer sein sollte. Allein die Autofahrt war die reinste Tortur. Im Radio liefen die ganze Zeit Songs aus den Siebzigern, welche Denton alle auswendig kannte und lauthals mitsang. Ich dachte ich muesste bei \“Stayin\’ Alive\“ langsam taub werden. Und um ehrlich zu sein, haette ich mir das in diesem Moment auch sehnlichst gewuenscht. Es dauerte gerade mal fuenfzehn Minuten, bis wir den Club erreichten. Ein normaler Autofahrer haette bestimmt gute fuenfundvierzig Minuten gebraucht, aber Denton ist ein verdammter Hoellenjockey, der seinen Wagen bis zum Anschlag ausreizt. Es war immer wieder wie eine Achterbahnfahrt, wenn ich auf seinem Beifahrersitz platz nahm.
Der Club lag mitten in der Innenstadt und wirkte wie ein pompoeser Tempel. UEberall grelle Lichter, die sich in den Pfuetzen auf der Strasze spiegelten. UEber dem Eingang prangte der Name des Ladens: JOLLY\’S FUNHOUSE. Fuer mich klang es eher wie ein Puff, jedoch nicht wie ein Club oder einer Diskothek. Eine grosze Schlange an Menschen stand vor dem groszen Eingang, der aus zwei glaesernen Schwingtueren bestand. Ein bulliger Tuersteher, dessen kahler Kopf eine Flammentaetowierung zierte, winkte die Leute einem nach dem anderen herein. Und auch die Musik drang bereits zu uns durch. Es war beatlastiger Techno – mein schlimmster Albtraum. Ich wies Denton auf einen freien Parkplatz hin, waehrend er noch ganz aufgeregt zu der Leuchtschrift starrte und fast in ein anderes Auto krachte. Er bog in den freien Parkplatz ein und kam schlussendlich zum Stehen. \“Denn lass die Party beginnen\“, sagte Denton selbstsicher. Ich murmelte lediglich ein leises und unmotiviertes \“Na yippie\“ vor mich hin und stieg aus dem Auto.
Als wir den Eingang erreichten, schlaengelten wir uns an der wartenden Meute vorbei und Denton wandte sich gleich an den Tuersteher: \“Terry, alter Kumpel. Wie geht\’s, wie steht\’s? Laesst uns gleich rein, oder wie seh ich das?\“ Ich schaute erst den Tuersteher an und schwenkte erstarrt zu Denton. Terry schlug ihm leicht auf seinen rechten Arm und sagte: \“Logo, geht ruhig rein und lasst es ordentlich krachen.\“
Immer noch erstaunt sah ich Denton an und fragte ihn, ob er jeden in dieser Stadt kennen wuerde. Er lachte nur und sagte mir: \“Mach dir darueber mal keinen Kopf. Hab einfach Spasz und lass ordentlich die Puppen tanzen.\“ Kaum hatte er den Satz zu Ende gesprochen, stand ich auch schon alleine neben der Tanzflaeche. \“Super\“ dachte ich mir und schaute mich ein wenig um, indem ich durch den verrauchten Club wanderte. Die Luft war abgestanden und roch nach Schweisz, doch die umherwippende Meute schien das nicht zu stoeren.
Droehnende Technobeats pusteten durch meine Ohren und ich wusste genau, dass ich spaetestens in zwanzig Minuten Kopfschmerzen von dem Krach bekommen wuerde. UEberall waren tanzende Leute. Einige von ihnen waren nicht mehr bekleidet, als in diversen Schmuddelfilmen, die oft Nachts im Fernsehen liefen. Die Frauen waren zwar freizuegiger als die Maenner, aber selbst die waren hier nur knapp betucht. BHs waren wohl ebenso ungern gesehen, wie T-Shirts oder Hemden. Die meisten Maenner tanzten oben ohne ueber die Tanzflaeche. Zudem vermutete ich, dass Slips in diesem Laden auch eher eine Seltenheit waren.
Mit einem bleiernen Haemmern im Kopf machte ich mich also auf den Weg an die Bar. Ein Zufluchtsort, an dem ich mich den Abend ueber verkriechen konnte, ohne das mich irgendein tanzender Technojunkie anrempeln konnte. Ich setzte mich auf einen freien Barhocker und richtete meinen Blick auf den Barkeeper, der gerade einem taenzelnden Maedchen etwas zu trinken einschenkte. Mein Blick blieb starr auf ihr gerichtet, bis er auch mich bemerkte, auf mich zukam und mir zunickte. Ich bestellte eine einfache Cola und liesz anschlieszend meinen Kopf auf den Tresen knallen. Ich wusste genau, dass dieser Abend ein kompletter Reinfall werden wuerde und Denton nur nicht alleine fahren wollte. Tja, denn musste halt wieder herhalten – wie immer. Ich haette mich in diesem Moment von Keira Knightley oder Halle Berry verzaubern lassen koennen, doch stattdessen donnerte pausenlos Technogetoese in meinen Kopf.
Stundenlang verharrte ich in dieser Position, die aussah, als sei ich am Tresen gestorben. Ich musz zugeben, dass ich mir den Tod nicht schlimmer vorgestellt hatte, als in dieser Disco zu sitzen.
Ploetzlich spuerte ich einen stechenden Schmerz im Ruecken, der mich blitzartig aufsehen liesz. Ich streckte mich und drueckte mir eine Hand ins Kreuz. Ich liesz meinen Blick in alle Richtungen schweifen und sah rechts neben mir ein junges Maedchen sitzen. Sie konnte nicht aelter als zweiundzwanzig Jahre alt sein. Eine Haelfte ihres Gesichtes wurde von ihren schulterlangen schwarzen Haaren verdeckt, was sie geheimnisvoll erschienen liesz. Auszerdem glaenzte ein Ring an der rechten Seite ihrer Unterlippe hervor. Sie hatte ihre Fingernaegel schwarz lackiert, trug ein schwarzes Oberteil, welches wie ein Unterhemd aussah, und kurz ueber dem Bauchnabel abgerissen wurde. Darauf war ein Totenkopf zu sehen. Unterhalb des Oberteils blitzte ein weiteres Piercing, diesmal in ihrem Bauchnabel. Sie trug einen schwarzen Rock, der kurz ueber ihrem Knie endete. Gehalten wurde er mit einem Nietenguertel. Mein Blick wanderte an ihren makellosen Beinen herunter und traf auf etwas, was so nicht in dieses Erscheinungsbild passen wollte. Sie trug pinke Schuhe von Converse. Es traf mich wie ein Blitz. Ich glaubte zwar nie an Liebe auf den ersten Blick, aber was nun fuehlte, war ueberwaeltigend.
\“Hey, alles klar bei dir?\“ fragte sie mit lauter Stimme, da die Musik fast ohrenbetaeubend war. Waehrend sie mir diese Frage stellte, verpasste sie mir einen kleinen Stosz gegen die Schulter. Ich bemerkte erst jetzt, dass ich sie die ganze Zeit ueber angestarrt habe. Peinlich beruehrt und leicht erroetet riss ich meine Augen weit auf und sagte erschrocken: \“Ja ja, klar. Alles super. Alles paletti. Alles in Butter. Alles total funky.\“ Ich ballte vor AErger, wegen dem, was ich grad gesagt hatte, eine Faust hinter meinem Ruecken. Etwas Bloederes als \“Alles total funky\“ haette ich wohl nicht sagen koennen, hm? Jetzt sasz ich also meiner Traumfrau gegenueber und sagte \“Alles total funky\“. So wurde ein grausamer Abend zum schlimmsten Abend meines Lebens. Trotz meiner stuemperhaften Reaktion lachte die unbekannte Schoene und sagte: \“Ja, alles total funky.\“
Um nicht noch in meiner Scham zu ersticken, lachte ich einfach herzlich mit, was jedoch mehr gespielt klang. Sie schaute mich an und fragte noch immer amuesiert: \“Das ist dir peinlich, hm?\“
Mein Lachen flaute etwas ab und antwortete: \“Ja, schon ein wenig.\“
\“Ist doch kein Problem. Mein Name ist Patricia, aber Freunde nennen mich…na, weiszt du\’s?\“
In meinem Kopf schwirrten diverse Spitznamen fuer sie herum. Erst fiel mir \“Engel\“ ein, dicht gefolgt von \“Traumfrau\“. Doch das waren nicht die einzigen Namen. Ich schaute ihr in die Augen und sagte einfach: \“Patty?\“
Sie nickte und laechelte mich an. \“Genau\“, erwiderte sie.
Gott, was war das fuer ein Laecheln? Mir blieb fast die Luft weg und ich merkte, wie aufgeregt ich in ihrer Naehe wurde. Ich war wie hypnotisiert. waehrend mir ganz warm wurde. Ich spuerte ein Kribbeln im Bauch, was ich vorher noch nie gespuert habe und mir wurde etwas schwindelig. Was war blosz los mit mir? Ich bekam schweisznasse Haende und mein Herz raste. Konnte es wirklich nur an diesem einen Laecheln gelegen haben? Ich war mir nicht sicher, konnte es mir aber nicht anders erklaeren.
Ihr Laecheln verschwand, als sie ihren bestellten Drink bekam. Meine Nervositaet blieb jedoch weiterhin bestehen. Nachdem sie einen ordentlichen Zug aus ihrem Drink genommen hatte, stellte sie das Glas wieder vor sich auf den Tresen und musterte mich. \“Wie heiszt du denn?\“ fragte sie.
Ich war wie erstarrt und konnte kaum ein richtiges Wort heraus bringen. \“Wer? Ich? Mein Name? Ah, schon klar\“, stammelte ich, nervoes wie ich war.
\“Und? Wie heiszt du denn nun?\“ fragte sie in einem heiteren Tonfall.
\“Oooh, tschuldigung. Ich heisze Logan. Logan Dingsda…aehm…Logan Madsen. Genau, so heisz ich.\“
\“Freut mich Logan. Ich bin normal nicht in solchen Laeden. Mir gefaellt die Musik nicht, die Leute sind mir einfach zu nackt und die Drinks zu teuer. Bist du oefter hier?\“
Langsam beruhigte ich mich wieder und meine Arme und Beine wurden wieder etwas lockerer. Am liebsten haette ich ihr erzaehlt, dass mir dieser nikotinverseuchte Laden gehoeren wuerde, damit ich sie irgendwie beeindrucken konnte, doch ich sagte ihr die Wahrheit: \“Nein, ich find es furchtbar hier. Ich finde die Musik auch grausig. Aber gegen nackte Leute hab ich nichts.\“ Groszer Gott, ich hatte tatsaechlich gesagt, ich haette nichts gegen nackte Leute. Sie wuerde sicher glauben, dass ich ein kleiner Perverser bin und mich allein am Tresen sitzen lassen. Doch das tat sie nicht. Sie blieb neben mir sitzen und fing an zu lachen. Etwas irritiert lachte ich mit, obwohl ich nicht wusste, ob sie vielleicht ueber mich in Gelaechter ausbrach.
Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Denton auf uns zukam. Er legte den Arm um mich und sagte: \“Hey Alter, komm doch auch mal auf die Tanzflaeche. Da geht doch die ganze Party ab.\“ Er sah zu Patty rueber und musterte sie von oben bis unten. \“Jesus, Maria und Josef. Sag mal Logan, willst du mir die nette Lady nicht mal vorstellen?\“ fragte er mich in einem etwas ueberheblichen Ton. Das war wieder typisch Denton. Staendig musste er den groszen Macker raushaengen lassen und brachte mich von einer peinlichen Situation in die naechste. Ich laechelte verlegen und wurde ein weiteres Mal leicht rot im Gesicht. \“Denton, das ist Patricia. Patrica, das ist mein Freund Denton\“, sagte ich und zeigte jeweils auf die jeweilige Person.
Patty sah mich entgeistert an. \“Oh, dein Freund? Wie lange seid ihr denn schon ein Paar?\“, fragte sie neugierig. Ich erstarrte innerlich zu Stein und gab mir in Gedanken Ohrfeigen. Denton hingegen brach in schallendes Gelaechter aus und hielt sich dabei den Bauch. War fuer ihn urkomisch zu sein schien, war fuer mich ein Schlag ins Gesicht. Ich stand meiner absoluten Traumfrau gegenueber und sie dachte, ich sei schwul. Super. Jetzt konnte es wohl kaum noch schlechter werden, auszer vielleicht, wenn ich mich eingenaesst haette. Nachdem Dentons Lachen etwas abgeklungen war, sah er Patty an und sagte: \“Fein Patty, hat mich gefreut. Und jetzt musz ich auch wieder los. Da wartet noch ein heiszes Eisen auf mich. Ciao bella.\“ Somit verschwand er wieder in der schwitzenden Menschenmenge auf der Tanzflaeche.
Patty schaute mich etwas besorgt an. \“Findest du das okay, wenn dein Freund mit anderen Kerlen rummacht?\“ fragte sie. Ich gestikulierte wild mit den Armen umher, was sicherlich so aussah, als haette ich versuchen wollen zu fliegen. \“W-Was? Wie? Nein, um Gottes Willen. Wir sind doch nicht SOLCHE Freunde. Wir sind kein Paar. Ich kenne Denton schon seit dem Kindergarten. Er ist in Ordnung, nur immer etwas aufgedreht. Ganz anders als ich\“, rechtfertigte ich mich und musste ein wenig zu grinsen anfangen. Patty nickte mir zustimmend zu: \“Ja, das kann ich mir vorstellen.\“
Sie nahm ihren Drink und leerte ihn mit einem langen Zug. \“So, es war nett, aber leider werd ich jetzt meine Freundin einsammeln und verschwinden. So sehr ich deine Gesellschaft auch genossen hab, ich werd jetzt abdampfen\“, sagte sie mit ihrem unvergleichlichen Laecheln und gab mir die Hand zum Abschied. \“Mach\’s gut Logan Madsen.\“ Auch ich verabschiedete mich und sah ihr nach, bis sie in dem Menschenpulk verschwand.
So ging diese Frau nicht nur aus meinem Sichtfeld, sondern auch aus meinem Leben. Irgendwie fuehlte ich mich in diesem Moment leer, als haette man mir mein Geld oder mein teures Fahrrad gestohlen. Doch das einzige, was mir gestohlen wurde, war mein Herz. Mein Herz schlug fuer Patricia und ich wusste nicht, ob ich sie je wiedersehen wuerde. Jede Faser meines Koerpers hatte es sich gewuenscht, ihr ein weiteres Mal gegenueber zu treten. Doch standen die Chancen dafuer mehr als schlecht. Bedrueckt und sichtlich geknickt wandte ich mich wieder meiner Cola zu. Ich liesz meinen Kopf jedoch nicht wieder auf den Tresen fallen. Ein winziger Keim von Hoffnung bluehte in mir auf, dass Patty wieder zu mir zurueckkommen wuerde. Doch schon bald merkte ich, dass das nicht passieren wuerde. Enttaeuscht setzte ich das halbvolle Glas an meine Lippen. In diesem Moment war das Glas fuer mich jedoch nicht halbvoll, sondern halbleer. Ich fand es schade, dass sie nicht laenger bleiben wollte. Der Abend waere mit ihr sicherlich ertraeglicher geworden.
Waehrend ich im Mitleid versank, kam Denton zu mir an den Tresen. Wie immer war er aufgekratzt und schweiszgebadet. \“Ich hab \’ne Braut kennengelernt, die ist der Oberhammer. Super Gestell und zwei wahnsinnig grosze…\“, Denton sah sich um und kam naeher an mich heran. \“Zwei wahnsinnig grosze Augen.\“ Das sah Denton aehnlich. Er achtete nur auf das AEuszerliche. Er wollte einfach nur Sex. Fuer eine Beziehung war er nicht geschaffen. Er wuerde es nie laenger mit nur einer Frau aushalten. Und das wollte er auch gar nicht. Er genoss sein Leben in vollen Zuegen und das konnte er eben nur, wenn er fast taeglich neue \“Freundinnen\“ hatte. Ich konnte mir so ein Leben nicht vorstellen. Ich wuerde eine Frau wollen, mit der ich so lange wie nur irgendmoeglich zusammen sein kann. Eine traumhafte Beziehung, in der man sich vertraut und gemeinsam lachen kann.
Ich wollte gerade auf die Toilette gehen, als mich Denton jedoch am Arm festhielt. \“Pass auf, ich hol mir noch \’nen letzten Drink und denn hauen wir ab. Ich hab eine Schnalle klargemacht und du findest es hier bestimmt aetzend. Also lass uns einfach gleich fahren\“, schlug er vor. Endlich kam etwas Vernuenftiges aus seinem Mund und ich willigte ein. Eine Chance, dass ich Patty hier wiedersehen wuerde, war mehr als gering. So bestellte Denton einen weiteren Drink, spuelte ihn schnell herunter und zehn Minuten spaeter waren wir auch schon auf dem Heimweg.

Hello world!

Veröffentlicht in Uncategorized am August 18, 2007 von kkscott

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